Über mich


Mein Studiengang Hundetrainer/ Hundewissenschaften umfasst u.a. die Bereiche

Ethologie des Wolfes und Hundes

Lernverhalten 

Antijagdtraining

Hundesportarten

Kognitive motorische Sportarten

Rassetypen und rassespezifische Besonderheiten

Ontogenese von Welpen und Junghunden

Stress und Stressmanagement

Angst und Angstverhalten beim Hund

Aggression- Ursachen und Vorgehensweisen

Hyperaktivität, Bellverhalten, Territorialverhalten

Probleme mit Ausscheidungsverhalten, Futteraufnahme und Brutpflege

Mehrhundehaltung

Beschäftigung und Spiele

Erste Hilfe

Grundlagen der Ernährung

Genetik des Hundes

Kommunikation mit Kunden

 

Seminare:

Kommunikation, Körpersprache, Emotionen (Diana Timmermann)

Kommunikation mit Kunden (Angela Tang)

Lernen und Erziehung I - Übungen mit dem Hund (Diana Timmermann)

Lernen und Erziehung II -Übungen mit dem Hund (Diana Timmermann)

Lernen und Erziehung III - Übungen mit dem Hund (Diana Timmermann)

Verhaltenstraining I - Mit dem Hund unterwegs (Pia Gröning)

Verhaltenstraining II - Antijagdtraining (Pia Gröning)

Erste Hilfe am Hund (Dr. Sabine Roeb)

Begegnungen mit Köpfchen- Neue Wege im Umgang mit Leinenaggression (Katrien Lismont)

Leinenführigkeit für impulsive Hunde (Bibi Degn)

Ontogenese I - Umgang mit Welpen, Junghunden und Rüpeln (Sylvia Weber)

Tellington Touch (Linda Tellington-Jones)

Ontogenese II - Umgang mit Welpen, Junghunden und Rüpeln (Sylvia Weber)

Bellfreudige Rassen richtig trainieren (Sabine Geisler)

Planung und Aufbau des Trainings von Kursen ( Esther Würtz)

Rally Obedience (Patricia Richards)

Tellington Touch (Bibi Degn)

Longieren (Pia Gröning)

Treibball (Pia Gröning)

Free Shaping (Simone Fasel)

Das Kleingedruckte der Körpersprache (Dr. Ute Blaschke- Berthold)

NADAC Hoopers Agility (Michael Kroner)

 

 

 

 

Mein Name ist Hanna Velling.

Geboren am 27.10.1984, durchlief ich ganz gewöhnlich das Schulsystem, schloss mit meinem Abitur ab und begann das solide Studium der Fächer Germanistik und Anglistik/ Amerikanistik für die Sek. II an der TU Dortmund. Neben meinem Studium arbeitete ich viel und gerne und wurde Übersetzerin für Bücher, Referentin für Sprachkurse und Dolmetscherin für Veranstaltungen und Meetings. Nebenbei verdiente ich mein Geld als Sängerin. Hinzu kam die zeitintensive Arbeit mit (meinen) Hunden. Unterordnung, Agility, Trickdogs, Dummytraining und nicht zuletzt die Rettungshundearbeit. Der Tag wurde einfach zu kurz, um alles unter einen Hut zu bekommen. Und da entschloss ich mich, dem sicheren Beamtenstatus den Rücken zu kehren und noch einmal ganz neu anzufangen. Ich begann mein Studium der Hundewissenschaften und des Hundetrainers an der ATN Schweiz. Nebenbei setzte ich einen weiteren Schwerpunkt auf die Arbeit in der Rettungshundestaffel. Ein breites Spektrum an kontinuierlicher Weiterbildung ist mir sehr wichtig- schon aufgrund meiner akademischen Vorprägung. Aber neben all der Theorie habe ich aus meinem früheren Beruf eine wichtige Sache mitgenommen- Kommunikation ist alles. Und die wird erschwert, wenn man nicht die gleiche Sprache spricht. Das ist mein Hauptanliegen für jedes Mensch-Hund-Team. Eine klare Kommunikation vom Hundeführer aus, die der Hund verstehen und umsetzen kann, sowie die Fähigkeit für jeden Hundehalter, seinen Hund und seine Körpersprache lesen zu lernen. Jedes Mensch-Hund-Team ist anders- und das ist das Spannende an meinem Beruf. Es gibt keine 08/15 Lösungen und jeder neue Trainingsschritt ist ein Erfolg, über den Mensch und Hund sich freuen können. In diesem Sinne freue ich mich, Ihnen auf dem Weg zu einem glücklichen Zusammenleben mit Ihrem Hund, des Trainings von Problemverhalten und der artgerechten Auslastung helfen zu können!

 

Meine Hunde habe ich jeweils im Alter von 6 bis 12 Monaten übernommen, denn obwohl Retriever als gut zu erziehen und leichtführig gelten, muss man ihnen eben diese Erziehung auch zukommen lassen, denn sonst ritualisieren sich unschöne Angewohnheiten, die man mühsam wieder abtrainieren muss. So übernahm ich mit meinem weißen Golden Retriever Rüden Paul im Alter von 12 Monaten einen tollen, aktiven, lernwilligen, aber völlig unerzogenen und selbstständigen Hund von einer überforderten Familie mit 3 kleinen Kindern. Diese bereichtete: sobald die Leine klickte war Paul weg. Manchmal stundenlang. Ob er hinter Rehen, läufigen Hündinnen oder einfach anderen Hunden hinterher rannte, war ihm egal. Hauptsache weg. Das bedeutete für uns erstmal ein 3/4 Jahr Training an der Schleppleine. Inzwischen ist er sicher abrufbar, in der Ausbildung zum Rettungshund in der Flächensuche, läuft in der Unterordnung wie ein Dressurpferdchen und hat riesigen Spaß am Agility, Dummytraining und Trickdogging! Es war nicht immer ein leichter Weg, aber inzwischen kann Paul zeigen, was alles in ihm steckt und er ist ein perfekte Begleiter geworden, den ich nicht mehr missen möchte. Er ist mein Seelenhund und war der erste Meilenstein auf dem Weg, den ich jetzt gehe. Er hat mir so viel beigebracht, mich so vieles gelehrt und uns verbindet eine ganz besondere Beziehung! Oft reicht ein Blick- der mehr sagt, als tausend Worte es könnten.

Paulchen ist nun 4 und wir hoffen, dass wir noch ganz viele, glückliche Jahre zusammen haben, in denen kein Tag vergeht, wo er uns nicht zum Lachen bringt. Denn das kann und tut er!

Nachdem Paul auf einem Trainingsstand war, wo man sich sicher auf ihn verlassen konnte, beschlossen wir, dass Rudel zu vergrößern und einen weiteren Hund dazuzuholen. Wieder suchten wir nach einem 'ungeschliffenen Rohdiamanten', schauten uns viele Hunde an und fanden schließlich Lotte. Eine ganz süße, ebenfalls 12 Monate alte, dunkelblonde Golden Hündin. Mit einem riesigen Problem: sie hatte Angst vor allem. Die Familie mit ihren 4 Kindern, war mehr mit ihren eigenen Sorgen als mit Lottes Sozialisation beschäftigt, was dazu führte, dass Lotte alles und jeden verbellte, vor Angst pinkelte und ständig auf der Flucht war. Aber wir- und Paul- wussten: das ist sie! Also nahmen wir sie mit und ermöglichten ihr, die Erfahrungen nachzuholen, die sie nie machen durfte. Eine maßgebliche Hilfe war ihr dabei Paul. Er nahm sie 'an die Pfote' und gab ihr so viel Selbstsicherheit, dass Lotte jeden Spaziergänger begrüßen, zu jedem lauten Geräusch hinrennen und jeden merkwürdigen Gegenstand beschnüffeln wollte. Und auch sie machte riesige Fortschritte im Rettungshundetraining. Dort konnte ihr Jagdtrieb in kontrollierte Bahnen gelenkt werden. Es war faszinierend, wie genau sie wusste, was ihr Job war, sobald sie die Kenndecke aufbekam und in die Suche geschickt wurde. Nichts konnte sie aufhalten!

Leider musste ich Lotte vor einiger Zeit gehen lassen.

Als die Wunden geheilt und einige Monate vergangen waren, waren wir auf 'großer Fahrt' nach Ungarn, weil ich mir gerne das Tierheim ansehen wollte, aus dem ein großer Teil der Hunde kommt, den ich für den Tierschutzverein 'Hand&Pfote e.V.' trainiere. Wir wollten lediglich den Transport von Ungarn nach Deutschland begleiten und mit den Mitarbeitern vor Ort sprechen, um uns ein eigenes Bild zu machen. Und dort saß sie dann, die Mia, eine 6 Monate junge Labradormischlingshündin. In einem Zwinger mit 5 anderen Hunden. Und sie war der Chef.  Mein erster Gedanke war: 'Die hat es faustdick hinter den Ohren.' Damit war das Thema für mich erstmal erledigt, denn zu diesem Zeitpunkt wollten wir eigentlich keinen weiteren Hund. Aber wie das Leben so spielt- die Familie, an die Mia eigentlich schon vermittelt war, entschied sich doch lieber für einen Welpen und Mia hatte sowieso nur Augen für uns und folgte uns auf Schritt und Tritt. Und so nahmen wir sie mit nach Hause. Und mein erster Eindruck bestätigte sich. Ich habe selten einen so reaktiven Hund gesehen- Menschen und Hunden gegenüber erstmal aus Prinzip misstrauisch, neophob. Sie verbellte alles- nicht nur Dinge, die sie sah, sondern sogar Dinge, die sie roch z.B. Hunde, die vorher auf demselben Weg gelaufen waren. Inzwischen ist sie bei uns angekommen, hat sich eingelebt, fühlt sich in ihrer häuslichen Umgebung sicher, passt auf 'ihren' Garten auf und liebt das Spiel mit unserem Paul. Draußen ist sie schon wesentlich entspannter geworden, jagt keine Autos mehr, bellt keine umherwehenden Blätter mehr an und läuft jeden Samstag in einem Rudel mit bis zu 40 Hunden. Und trotzdem hat sie noch einen Weg vor sich, den es zu meistern gilt, bis sie gefestigt und sicher in Begegnungen mit Menschen und Hunden geworden ist.

Ich bin sehr stolz auf meine Hunde und freue mich darauf, welche Hunde noch dauerhaft zu unserem Rudel stoßen werden. In der Zwischenzeit teilen Paul und Mia ihr Körbchen gerne mit diversen Freunden und Gästen und bringen uns jeden Tag zum Lachen! 

Hundetraining ist nicht immer einfach. Manchmal möchte man einfach aufgeben. Es gibt Höhen, Tiefen, Erfolge und Rückschläge. Und doch lohnt es sich dranzubleiben!

Das weiß ich nicht nur aus meiner Erfahrung als Hundetrainer, sondern auch als Hundehalter!

 

Paul und Lotte in einer Werbung für Hunter